Mitschnitte des Seminars zur “Einführung in die Wirtschaftswissenschaften” auf der attac Sommerakademie

Ein (unbearbeiteter) Audio-Mitschnitt des dreiteiligen Seminars auf der attac-Sommerakademie 2016 in Düsseldorf findet sich nun auf youtube.
In dem Seminar ging es vor allem um die Darstellung von Grundbegriffen und Grundkonzepten der Wirtschaftswissenschaft. Dadurch soll den Teilnehmern geholfen werden, aktuelle Berichterstattungen und Diskussionen genauer zu begreifen und die Konzepte zu verstehen, die hinter den verwendeten Begriffen wie Wert, Markt, Einkommen, Geld, Einkommen stehen.
Gegliedert ist das Angebot in drei Teile:
– (Vor-)Klassische Wirtschaftslehre: Die Herausbildung einer gesonderten Wirtschaftswissenschaft (Merkantilismus, Phy- siokraten, Klassik . . .)
– Der Streit um Wert und Verteilung: Markt und Staat (Keynesianismus und Neoliberalismus …)
– Perspektiven: Kann eine neue Wirtschaftswissenschaft jenseits von Wachstum und Vollbeschäftigung entstehen? (De-Growth, Vier-in-Einem-Perspektive, Soziale Qualität …)Ein kurzer Einführungstext und eine Zitat-Sammlung ist hier zu finden.

Blurring Borders

The STOA Report on The Collaborative Economy informs that

[t]he founders of Defense Distributed are not terrorists. They are US based libertarians who support gun ownership, and found in 3D printing a means to allow ordinary people with no advanced skills to create and own a gun without having to obtain a license.
And the small print of the footnote adds:
• Under US law guns manufactured by individuals for personal use are not subject to a licensing requirement.
Of course, as a contribution on the website on 3DPrint assures
officials in every country see it as their responsibility to try and fight many new designs and new issues that someone like Wilson brings to the forefront, especially as threats of terrorism surface constantly
There is no doubt urgent need for such “protective policies” – I talked the other day to a friend who lives in a village near Brussels – she, a vivid and brave women, is afraid these days to go to Brussels, and she said many are. I do not even mention the fear of students, and their parents here in China.
There is something else that is possibly more remarkable than the technical side – and the side of the control of technology. The article from the mentioned 3DPrint-site talks about
[r]esponding to press questions regarding accessibility for terrorists with a ‘don’t really care’ attitude
and this is what “libertarians” of a certain kind do – they don’t care, to be more precise: they do care only for themselves, following one of their “great masterminds” who asked
who is society?
and replied:
There is no such thing! There are individual men and women and there are families and no government can do anything except through people and people look to themselves first.
Indeed, the(se) libertarians entered systematically the stage in the 17th century, in particular in England, the home land of the capitalism we have today. And it is the(se) libertarians whose activities evoke discussions, suggesting that
[i]t is not yet clear just how much this technology presents a real danger to the public
What is not clear? If we pose the question that technological advancement has to be applied to the advancement of private wealth, if we see the public as secondary, its wealth a result of
individual men and women and … families and no government can do anything except through people and people look to themselves first.
to quote Thatcher again, then it is clear how much real danger there is: it is the danger of the past that as nightmare burdens our society – the nightmare of total and systematic individualism … – difficult to get back under control, as known for a very long time:
Sir, my need is sore.
Spirits that I’ve cited
My commands ignore.”To the lonely
Corner, broom!
Hear your doom.
As a spirit
When he wills, your master only
Calls you, then ‘tis time to hear it.”

And they are really not terrorists?

Rudolf Hickel: Versuch eines Nachrufs auf Herbert Schui: Theoriegewaltiger Kapitalismuskritiker

Gastbeitrag – übernommen aus dem Rundbrief der Memo-Gruppe

Rudolf Hickel

Versuch eines Nachrufs auf Herbert Schui: Theoriegewaltiger Kapitalismuskritiker

Als die Nachricht vom Tod Herbert Schui’s sich verbreitete, war die Betroffenheit groß. Seine Mitstreiter, seine Freunde, aber auch diejenigen, die er in der Wirtschaftswissenschaft und Politik scharfzüngig kritisiert hatte, wissen, ein großer Ökonom in der Tradition der kritischen Politischen Ökonomie steht für die dringend notwendige Aufklärung nicht mehr zur Verfügung.

Seine wissenschaftliche Karriere begann er nach dem Studium der Volkswirtschaft im Forschungsprojekt „Geldtheorie und Geldpolitik“ an der gerade neu gegründeten Universität in Konstanz. Der Chef war damals der hoch renommierte Monetarist Karl Brunner aus Rochester (USA), der die Federal Reserve Bank scharf kritisierte. Da hat Herbert Schui die Giftküche der Marktfundamentalisten kennengelernt. Er arbeitete als wissenschaftlicher Assistent mit dem deutschen Monetaristen Manfred Neumann, der als Fundamentalkritiker des Keynesianismus auftrat, in diesem Forschungsprojekt zusammen. Zur Summer-University rief Brunner als Vertreter des internationalen Monetarismus viele Jahre die allerdings nur der neoklassisch und monetaristisch zuzuordnenden großen Ökonomen an den Bodensee. Herbert Schui nutzte die Chance, auf diesen Sommeruniversitäten mutig mit etwa Milton Friedman, James Buchanan, Harold Demsetz und vielen anderen Vertretern eines Marktfundamentalismus zu streiten. 1972 promovierte er erfolgreich über das System der Geldpolitik in Frankreich. Die Wahl des Landes war kein Zufall. Seine Liebe galt Frankreich und seiner Ferme, dem kleinen Bauernhof in einer damals verarmten Bergregion in der Nähe von Limoux.

1974 wechselte er zur neu gegründeten Universität Bremen. Seine Lehre zu allgemeinen Fragen des Kapitalismus aber auch zu den Grundannahmen der modernen Preistheorie wurde von den Studierenden geschätzt. In Bremen wirkten die theoretisch und politisch gefürchtete „Trio Infernale“ Schui/Huffschmid/Hickel. 1980 wechselte er zur Hochschule für Wirtschaft und Politik in Hamburg (HWP). Dort wurde er zum führenden Kopf einer Wirtschaftswissenschaft, die kritisiert, wie Konflikte zwischen Kapital und Arbeit mit neoklassischen Mythen verdrängt werden.

Mit seiner Theoriegewalt und im Bemühen um Aufklärung konnte er sich nicht auf den Elfenbeinturm reduzieren. Schon in seiner Konstanzer Zeit war der Intellektuelle bei den Gewerkschaften als Referent und Berater gefragt. Dieser Aufgabe blieb er bis zu seinem Tod verbunden.

Herbert Schui nutzte auch die Medien, um seine Botschaft gut begründet zu verbreiten. In Tageszeitungen wie der „Frankfurter Rundschau“ und später auch im „Neuen Deutschland“ und vielen anderen Organen provozierte er mit spannenden Kommentaren.

Sein Schritt in die große Politik war konsequent. Mehr als eine Legislaturperiode saß er in der Fraktion DIE LINKE im Bundestag. Dort lernte er auch, wie schwierig es wegen unterschiedlicher Bewertungen innerhalb der LINKEN sein kann, gemeinsame Positionen zu fixieren.

Wissenschaftspolitisch gehört die Gründung der „Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik“ – auch Memo-Gruppe genannt – zusammen mit Jörg Huffschmid 1975 zu seinen überragenden Leistungen. Er hat Positionen entwickelt, diskutiert und schließlich auch auf den jährlichen Pressekonferenzen vor allem in der Anfangsphase in Bonn vertreten.

Der Ort, an dem die Memo-Idee geboren wurde, sagt auch etwas über den Genießer aus. Mit Jörg Huffschmid saß er am offenen Feuer seiner Ferme in der Nähe von Limoux in Frankreich beim Wein. Die beiden warteten, bis endlich die Lammkeule gegart sein würde. Sie nutzten die Zeit zu einer intensiven Diskussion über die ökonomische und wirtschaftswissenschaftliche Lage. An diesem Ort vereinbarten die beiden Vordenker, ein MEMORANDUM zu einer alternativen Wirtschaftspolitik zu verfassen. Nach der Rückkehr aus dem Süden Frankreichs wurde auch ich in den Ideenimport eingebunden. Zur Erinnerung: 1975 brach die Wirtschaft ein, die Arbeitslosigkeit stieg. Das erste MEMORANDUM richtete sich gegen die damals kreierte neoklassische Parole von den steigenden Gewinnen zu Lasten der Löhne, die morgen Investitionen und übermorgen Arbeitsplätze schaffen sollen. Diese Grundkritik gilt bis heute.

Es wäre anmaßend, an dieser Stelle das gesamte wissenschaftliche und politische Werk von Herbert Schui zu bewerten und zu würdigen. Deshalb nur der Hinweis auf drei Themen, die dieser Ökonom vorangetrieben hat:

  1. Er forschte über die Grundfragen der Anatomie des Kapitalismus und entwickelte die Theorie von Karl Marx wirklichkeitsverankert weiter. Dafür steht seine Publikation „Ökonomische Grundprobleme des entwickelten Kapitalismus“.
  2. Während seiner gesamten wissenschaftlichen Tätigkeit konzentrierte er sich auf die Analyse der monopolistischen Konkurrenz mit ihren negativen Folgen für den Wettbewerb, die Gesamtwirtschaft sowie die politischen Machtverhältnisse. Dabei leistete er Pionierarbeit zur empirischen Bestimmung des Monopolisierungsgrads in Deutschland.
  3. Die Weiterentwicklung der gesamtwirtschaftlichen Analyse nach der Theorie von John Maynard Keynes hat er erfolgreich vorangetrieben. Sein Erkenntnisinteresse galt der Frage, wie ein Marktsystem auf einzelwirtschaftlicher Rationalität zur gesamtwirtschaftlichen Irrationalität in Form von Krisen führen kann. Dabei hat er auch die Verteilungsfrage in der Tradition von Michael Kalecki und Nicholas Kaldor berücksichtigt.

Herbert Schui war ein Kämpfer vor allem gegen die Mythenbildung der vorherrschenden Wirtschaftswissenschaft. Gelegentlich unterstrich seine Lautstärke den unerbittlichen Einsatz gegen affirmatives Denken. Sein Tod sollte zum Anlass genommen werden, sein Werk zu studieren. Dann könnte die Lücke, die er hinterlässt, kleiner werden.

 

____________________ Bremen, im August 2016

 

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Ergänzung Herbert war ebenfalls Mitglied des wissenschaftlichen Beirates von attac

the wealthy continue to gain, for most of the others it remains pain

Or: fiscal policy as social policy may sound as provocation … though Robbie Pye and Owen Parker rightly state

A greater array of social and labour policy areas have been subsumed within macroeconomic coordination (as discussed further in the following section), wherein they are decided by economic and finance actors in DG ECFIN and the Economic and Finance Council (Copeland and James, 2014; Oberndorfer, 2015; Schellinger, 2015: 6). DG ECFIN has, moreover, repeatedly proposed increasing its own powers of oversight of member state ‘competitveness’ (EPSC, 2015) – conceived problematically in terms of ‘structural reform’ and labour market flexibility – in ways that critics have rightly asserted would amount to the Europe- anisation of the MoU approach and the significant further erosion of social rights (Oberndorfer, 2015: 199).
In this light it does not really matter “who” is delivering – as I stated myself in various contributions on social policy, EUropean integration and Social Quality: the problem is not about weighing social ad economic policies, the problem is what kind of economic policy do we ask for.
Anyway, for Germany it is now apparently getting even clearer what this subordination means – the Bundesbank reviving an old proposal and asking for retirement at 69 – though it still seems to be disputed. Anyway, one sentence from the article in French language
deserves special attention, so my translation follows:
Life expectancy in Germany is 78 years for men and 83 years for women, climbing stubbornly.  … – the legal age (for retirement) is already moving gradually from 65 to 67 years, though the effective age of end employment is approximately 62 years – that’s a lot of years to spend in retirement. Financed through contributions of those who work … and this is a a decreasing number, aging population is under pressure.
At least three questions remain on the table.
* If we are referring to an insurance principle, it is strange that people pay into the system …, and do not get the “premium” paid out
* If it is about solidarity between generations, it remains to be answered if solidarity is a matter killing pro rata temporis
* If it is about global justice and human rights, the most fundamental question remains why there is still this one percent that is allowed to expose the most parasite behaviour and even may fly in their jet for presidential candidature
– For those who like the more sober analysis, may read Branko Milanovic’s book on Global Inequality also showing some interesting global shifts behind this. Indeed, the wealthy continue to gain, for most of the others it remains pain.

Und es herrscht Angst

Bereits vor meiner Abfahrt zur SOAK – der attac-Sommerakademie  und dann wieder nach der Rückkehr habe ich mich dadrüber unterhalten. Das Grundthema kann vielleicht zusammengefasst werden in dem Satz: Es herrscht Angst in Europa .., und in der Welt. Nicht weil ein Gespenst umgeht in Europa, sondern weil der eigene “Geist des Kapitalismus”, der so marvelos von Weber in seiner Protestantismus-Studie herausgearbeitet wurde, unter mehrfachem Druck steht. Und es herrscht Angst hier in China unter Freunden, die sich nicht mehr so recht in den Westen wagen. Freilich ist die Unsicherheit und die Bedrohung durch Terrorismus ein Problem und die Gefahr des Fundamentalismus darf nicht unterschätzt werden. Und die Ursachen sind vielfältig – soweit sie mit dem Thema Migration zusammenhängen, haben wir dies im wissenschaftlichen Beirat in einer kleinen Arbeitsgruppe des attac-Beirates in den letzten Monaten ausführlich bearbeitet und das Resultat wird bald auf der website irgendwo veröffentlicht (eine andere, kürzere Veröffentlichung ist für die Blätter für deutsche und internationale Politik vorgesehen).

Angst aber ist ein schlechter Ratgeber angesichts der anstehenden Probleme – sie führt zur Abschottung und feuert an: führt zu mehr Angst: bei den sich selbst einsperrenden und bei den nun absolut ausgeschlossenen. Angst ist ein schlechter Ratgeber, denn Dialog ist angesagt, der Mut erfordert – und Stärke. Aber wie kann Stärke sich finden, wenn dieses Modell Freiheit – Freiheit ist die Freiheit, dass alle alles konsumieren können – nicht funktioniert?

Wie die Pressemeldung der Partei Die Linke (siehe auch unten) zeigt, findet nun in Kanada der “Ausschluss vom Markt” die politische Fortsetzung – den Ausschluss aus der politische Arena. Rosa Luxemburg  hätte wieder Grund zu fordern:

Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden. Nicht wegen des Fanatismus der »Gerechtigkeit«, sondern weil all das Belebende, Heilsame und Reinigende der politischen Freiheit an diesem Wesen hängt und seine Wirkung versagt, wenn die »Freiheit« zum Privilegium wird.”

Aber dieser Ausschluss ist ja nur Logisch, denn nur wo Freiheit auch Freiheit des Nicht-Konsumbügers ist, kann auch die Freiheit des Andersdenkenden gesichert sein. Und das bedeutet auch, den gemeinsamen Weg zu suchen – darüber zu sprechen, auch wenn es schwer fällt, und Empathy zu zeigen, auch wenn es nicht schwerer ist.

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Hier eine Meldung der PDS. Die Linke – sie macht auf eben diesem Tatbestand aufmerksam:

11. August 2016 Judith Benda

Weltsozialforum ist wichtige Plattform für internationalen
Erfahrungsaustausch

Zum in dieser Woche stattfindenden Weltsozialforum im kanadischen
Montreal erklärt Judith Benda, Mitglied im Parteivorstand der LINKEN
und der Europäischen Linken (EL) und Teil der EL-Delegation beim
Weltsozialforum:

“Eine andere Welt ist notwendig: In der aktuellen politischen Lage ist
ein Treffen progressiver und sozialer Bewegungen mit Menschen aus allen
Regionen der Erde wichtiger denn je. Wir müssen linke Antworten finden
auf die vielfältigen Herausforderungen, wie den weltweiten Hunger, die
verschärfte soziale Ungleichheit, Kriege und die voranschreitende
Militarisierung sowie das Erstarken reaktionärer Kräfte in vielen
Ländern. Das Weltsozialforum ist eine wichtige Plattform für den
internationalen Erfahrungsaustausch und zur Entwicklung von Programmatik
und gemeinsamen Aktionen”.

Die Partei der Europäischen Linken (EL) kritisiert die
Einreiseverweigerung der kanadischen Regierung für viele AktivistInnen,
insbesondere aus Afrika und Asien. “Es ist inakzeptabel, dass
AktivistInnen die Teilnahme durch eine restriktive Einreisepolitik
unmöglich gemacht wird. Das Weltsozialforum braucht ganz besonders auch
die Stimme des globalen Südens”.

Die Partei der Europäischen Linken ist an fünf Workshops vor Ort
beteiligt, auf dem Programm stehen zudem Treffen mit der Partei Quebec
solidaire sowie Anti-TTIP und CETA Initiativen.

questions are a knife

In the realm of totalitarian kitsch, all answers are given in advance and preclude any questions. It follows, then, that the true opponent of totalitarian kitsch is the person who asks questions. A question is like a knife that slices through the stage backdrop and gives us a look at what lies hidden behind it. In fact, that was exactly how Sabina had explained the meaning of her paintings to Tereza: on the surface, an intelligible lie; underneath, the unintelligible truth showing through.

But the people who struggle against what we call totalitarian regimes cannot function with queries and doubts. They, too, need certainties and simple truths to make the multitudes understand, to provoke collective tears.

….

Kitsch has its source in the categorical agreement with being.
But what is the basis of being? God? Mankind? Struggle? Love? Man? Woman?

Since opinions vary, there are various kitsches: Catholic, Protestant, Jewish, Communist, Fascist, democratic, feminist, European, American, national, international.

….

Shit is a more onerous theological problem than is evil. Since God gave man freedom, we can, if need be, accept the idea that He is not responsible for man’s crimes. The responsibility for shit, however, rests entirely with Him, the Creator of man.

From:

“The Unbearable Lightness Of Being” by Milan Kundera

The Limits to Cheating History – Changing the Reference for Accounting

I had been asked by the Academy of Social Sciences of Shanxi Province to write a contribution for their journal – some special challenge not because of the academy but as accounting is surely not my special working area. Still …, well …, challenges are there to be taken up, right?

The aim of the present article is to reflect on accounting in the light of the general developmental perspectives. From here, it will be concluded that accounting is requested to develop new perspectives, opening ways for socially responsible accounting.

The five developmental frictions are fundamentally defining factors in two respects:

(1) with their consideration we will be able to substantialise accounting, assessing it as means that is not neutral

(2) this way the consideration of these ruptures also allows us to see accounting as means that is systematically hiding – or disclosing – mechanisms behind the applied theory of value.

Such perspective highlights not least the need for questioning a fundamental presumption, namely the static perspective that is implicit in accounting. Though being employed with cash, finance, material flows and others, the fact that accounting deals with a given structure – the household – brings about a static perspective of self-referentiality.

I hope you find some inspirations in it.
The English draft document can be found here.
I do not know about possible requests for changes and the document will be translated (poor translator …).